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SCHULPROJEKTTAG NR. 3 UNTER DACH UND FACH

Am dritten Projekttag haben wir heute alle zusammen eine richtige Vernissage gestaltet. Berühmte Künstler kamen zur Ausstellungseröffnung. Nicht nur die spannenden Kunstwerke verliehen dem Event einen besonderen Charme, denn auch ‚Spitzenpolitikerbesuch‘ wurde extra bei den entsprechenden Agenturen gebucht. Schammpannjer der Marke „ja“ floss in Strömen und Kamerateams gaben sich die Klinke in die Hand.

Anschließend nochmal harte Arbeit im Tonstudio. So musste der O.S.T. eingesungen und manches Geräusch nachträglich aufgezeichnet werden. Auch heute ließ die Einsatzbereitschaft der Albert-Schweitzer-Schülerinnen und Schüler nix zu wünschen übrig. Alle fieberten mit, gestalteten die Drehorte, wählten ihre Kostüme, waren freundlich und hilfsbereit und wären gern noch ein paar Tage länger geblieben. Auch dem SdK-Team hat das Projekt eine Menge Freude bereitet. Handicaps gerieten zur Nebensache bzw. waren sie überhaupt nicht wahrnehmbar.

Zwischendurch mussten wir heute immer wieder an das gestern Abend 19.30 Uhr ausgestrahlte nordostdeutsche Nachrichtenmagazin denken. Zum Thema ‚Grenzen der Inklusion‘ trat dort eine stattliche, wohl gerade zur Leiterin des Landeselternaktivs bestimmte Frau auf und verdeutlichte, wie ungünstig die aktuell praktizierte Inklusion in M-V für normale Kinder (so auch ihres) sei. Normale? Was ist dann also das Gegenteil von normal? Auf diese Frage des möglicherweise als Liebling aller Schwiegermütter normaler Töchter geltenden Moderators wartete man vergebens. Besagte Frau kommt aus einem Ort, dessen Name das Wort ‚Wald‘ enthält. Zurecht. Und sie befindet sich hinsichtlich der Fehldeutung von Inklusion in guter Körperschaft. Der Einschluss aller in einer normalen Gesellschaft lebenden Menschen bedeutet nicht vordergründig, dass beispielsweise Kinder mit unterschiedlichen Lernbedarfen und -fähigkeiten partout zusammen unterrichtet werden müssen. Eher sollte die Gesellschaft in ihrer Breite viel mehr Interesse an der Arbeit der existierenden Fördereinrichtungen zeigen, auf diese zugehen, mehr gemeinsame integrative Projekte durchführen und das Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap ausnahmslos zur Normalität hin entwickeln. Oh, wir schweifen ab…

Die dem Beitrag beigefügten Bilder entstammen Screenshots der heutigen Filmaufnahmen. Die Video-DVDs mit dem fertigen Projektfilm werden in der kommenden Woche in die Schule flattern.

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