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NACHLESE WINTER

  • vor 1 Tag
  • 1 Min. Lesezeit

Ferien sind aus. Gesprächsthemen gab es viele. Man hätte noch drei Wochen weiter diskutieren, weiter gemeinsam noch stärker werden können. Mobbing. Kinder, Jugendliche sollten nicht aufhören, drüber zu sprechen. In kleinen Gruppen, in großen Gruppen, dabei gern zugreifen auf 'Hilfsmittel', die die Sache leichter machen – Musik, Theater, Film, bildende Kunst, Äpfel, Kekse z.B.. Das aber, so scheint es, wird der leitenden Administration offenbar zu preisintensiv. Dazu passt der Themenkracher der vergangenen Woche. SPD-Frau in der Staatskanzlei fordert Social-Media-Verbot für junge Leute. In puncto Isolation von Kindern und Jugendlichen gibt es ja bereits einschlägige Erfahrungen. Vielleicht sollte die Frau lieber das ganze Internet verbieten, denn wenn man sich das Kommentar-, Themen- und Selfieverhalten der Ü30++er in den sozialen Medien so anschaut, treffen diese jetzt übrigens auch seitens des Koalitionspartners erhobenen Limit-Forderungen offensichtlich die Falschen. Passend dazu hatten die Mitregierenden ja gerade ihren Beifallsorkan in einer modernen, südlichen, WLAN-freien Region abgehalten. In optima forma. Statt in Furcht vor einer möglichen Bruchlandung sollte sich die von mit anderen Aufgaben betrauten Menschen beauftragte Politik doch stärker mal mit den Plattformbetreiberinnen auseinandersetzen und diese geeignet auf die Sorgfaltspflicht gegenüber Heranwachsenden hierzulande hinweisen. Zünftige Medienbildung überdies entfesselt Kompetenzen junger Menschen exzellent.


 
 
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