IM FACETTENREICH
- hreschke1
- vor 14 Minuten
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Wenn der aktuelle Tag Sonnabend genannt wird, weiß man, dass eine Woche erneut fast aufgegessen wurde. Und zuvor? Montag und Mittwoch stiegen forschende Gelehrte wiederum hinab in die dunkle, nasskalte, als Hopfenbruchschlund gefürchtete Golddiamantenmünzenmine, an deren Decke bereits die pelzigen Kleinfledertiere lauerten – 'Spiel Film!' lautete das entsprechende Motto für bisweilen zehn beteiligte Kinder. In der Integration fördernden Rubrik wurde zeichnend, sprechend und singend ermittelt, was man alles mit Händen anstellen kann. In den Atelierkursen durften wir abermals neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen. Und wir haben uns dieser Tage an eine sehr außergewöhnliche Visite erinnert. Es ist schon etwas her, da besuchte uns eine vormals äußerst wichtige, dann aber pensionierte Mitarbeiterin des Jugendamtes während einer Veranstaltung mit Kindern. Nach dem Veranstaltungsende blieb sie noch sehr lang bei uns, lobte unsere Arbeit sehr, schaute traurig und entschuldigte sich anschließend nachdenklich aber wirklich herzlich dafür, 'dass sie uns so viele Jahre lang mit Nichtbeachtung strafte, uns das Leben verwalterisch zur Hölle machte, waren ihr doch die Hände gebunden, während sie den Anweisungen von oben folgen musste'. Solch treugesinnte Untergeordnete erhofft sich wohl jedes Schweriner Oben. Wir haben uns über diese, ihre tardive Aufrichtigkeit sehr gefreut. Vor einigen Tagen nun ist Uschi, wie sie von allen obrigkeitskompatiblen Einheiten genannt wurde, ist Frau Gebert gestorben. Wir wünschen ihr von Herzen Frieden, Ruhe und hoffen, dass sie regelmäßig mal auf das Treiben hier bei uns drauf schaut. Irgendwann sehen wir uns wieder.








