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ENGAGEMENT? WOZU?

Das Team der Schule der Künste führt das aktuelle Jugendprojekt in Togo während seines Jahresurlaubs durch. Aus dem Bildungsministerium wurden wir informiert, dass das Bundesland die internationale Jugendkulturprojektarbeit nicht mehr unterstützt, da die Landesregierung kein Interesse an dieser, insbesondere nicht an unseren Kooperationsländern hat. Sieben Monate dieses Jahres haben wir vergeblich auf eine anteilige Projektunterstützung aus dem Kulturministerium warten müssen. Eine sehr schwere Zeit. Dann haben wir klein bei gegeben, die internationale Arbeit aus unseren Projekten entfernt und erst einmal in den ehrenamtlichen Part überführt.


Hier in Togo halten sehr viele Menschen sehr viel von unseren Aktivitäten, Bürger*innen, öffentliche Einrichtungen etc. pp.. Das gibt Kraft. Die bereits im vergangenen Jahr aufgebauten Kontakte von SdK und EAC in Togo nutzte nun auch die Rostocker Hochschule für Musik und Theater. Im Ministerium für Schulbildung, mit Vertreterinnen der Universität und im persönlichen Gespräch mit dem Bildungsminister wurde die zeitnahe Einrichtung eines Masterstudienganges vereinbart.

Auch das Bestreben der beiden Partnervereine aus Lomé und Schwerin, ein außerschulisches Bildungszentrum zur Kooperation mit Regelschulen und zur Vorbereitung Jugendlicher auf einen internationalen Austausch (mit Ausstrahlung in weitere Landesteile) aufzubauen, wird jetzt breit unterstützt. Einen kleinen Beitrag, Bildungschancen zu verbessern und Menschen Perspektiven zu vermitteln, haben die togoischen Freunde damit schon mal erreicht. Und wenn man berücksichtigt, welchen Schaden u.a. auch plattdeutsche Mecklenburger Kolonialisten hier auf dem afrikanischen Kontinent angerichtet haben, dann kann man doch eigentlich gar nicht genug tun, dessen heute noch spürbare Resultate bekämpfen zu helfen.

Zuversichtlich stimmt uns auch das Veto aus Teilen der MV-Landesregierung unmittelbar vor unserer Abreise aus Schwerin, demnach eben nicht alle politisch Verantwortlichen die Auffassung der Landeskulturabteilung teilen. Doch diese fror jetzt wieder die Auszahlung der Fördermittel ein. Zufälligerweise gerade während des internationalen Projektes, obzwar wir den Mittelabruf bereits vor mehreren Wochen eingereicht haben… Genau zum richtigen Zeitpunkt also, werden die Damen dort Schenkel klopfend bemerken, da wir hier mit klimatisch bedingten gesundheitlichen Problemen einiger Teilnehmer und Teamer zu kämpfen haben und in den Krankenhäusern ausnahmslos Vorkasse vor Behandlung steht. Egal – darf ja sowieso nicht aus Landesmitteln vorfinanziert werden

Resultierend lebensbedrohliche Einschränkungen müssen wir seit heute zum Glück nicht mehr befürchten, da uns die Deutsche Botschaft in Lomé engagiert in Gesundheitsmanagement und Logistik unterstützt. So konnten wir das Krankenhaus wechseln und noch besser, diverse Behandlungen dank professioneller Mediziner ambulant vor Ort erleben. Vielen Dank für diese Rettung im sprichwörtlich letzten Moment!

BILD-UT: Blick in den Nachbargarten

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