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AT LEAST IT’S DRY

Sage und schreibe 11 Einladungen lagen uns allein in der vergangenen Woche vor, an wichtigen Sitzungen wichtiger Weiterbilder, Kommissionen, Netzwerke und Verbände zur Thematik der Verbesserung außerschulischer Bildungsangebote hinsichtlich einer angespannten Situation im Regelschulsystem teilzunehmen. Wau. Dennoch haben wir es vorgezogen, anstatt dort nur drüber zu reden, es doch lieber hier vor Ort gleich wieder selbst zu tun. Coole Kurse, Workshops mit den Kindern aus der Erstaufnahmeeinrichtung, spezielle Angebote für ukrainische Kinder wurden realisiert, wie auch ein Projekttag mit Lernenden eines Schweriner Gymnasiums, in welchem Fremdsprachen, unglücklicherweise aber nicht die von der Landesregierung favorisierten (Русский & Plattdüütsch), zum Einsatz gelangten. Leider findet so was natürlich weniger öffentlichen Anklang als die vielen wichtigen Arbeitskreiskreise und ‚Politexpertenrunden‘. Deren Ausrichter müssen vor Jahresfrist, so scheint es, wohl noch jede Menge Geld verwerkeln. Mit der Projektförderung, die unserer Innenministerin außen in ar-Rayyan das Kreisklassekickgucken ermöglichte, hätten wir garantiert 30 zusätzliche Rundumsorglos-Jahresprojekte kultureller Bildung für unzählig Kinder und Jugendliche durchführen können. Und sie musste dafür sicher nicht mal einen Eigenanteil nachweisen, geschweige denn solch komplizierte Projektanträge, wie sie Jugendkulturzentren abverlangt werden, stellen (lassen). Vive le Maroc! Wir hingegen warten jetzt schon gespannt auf die periodischen Kürzungsmitteilungen fürs kommende Jahr. Irgendwas läuft hier gerade schief? Aber vielleicht bewegen sich Verantwortliche ja mal aus ihrer Bubble, um festzustellen, dass auch außerschulische Kinder- und Jugendbildung dem nunmehr öffentlich formulierten allgegenwärtigen Bildungsdesaster durchaus wirkungsvoll entgegenwirken kann. Upps, ein frommer Wunsch. Ist denn schon Weihnachten?

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